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Lesestoff: 44 Platten die man haben muss |
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Dienstag, 12 Oktober 2004 |
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8. Trio „Trio"
Stil: Punk, Minimal-Pop
„Da
Da Da" – mit dem dadaistischen Chartbreaker wurden die Drei aus
Großenkneten über Nacht berühmt und um nicht in den Verdacht zu kommen,
sie könnten intellektuell sein, legten sie mit „Sabine, Sabine, Sabine"
eine herzerfrischend sinnentleerte Single nach. Die minimalistischen
Punkrocker vom Land verzichteten auf alles, was in den Achtzigern
angesagt war. Hinten raus kamen dabei furztrockene Aufnahmen ohne
Halleffekte und, mangels Bassisten, ohne Bassline. Zwischen all dem
intellektuellen Minimalismus finden sich poetische Stickereien wie
„Energie", die mit Drumcomputer und Hawaiigitarre einen ganz eigen
Charme versprühen: „Braune Burschen spühlen am Strand. Auf selbst
gemachten, folkloristischen Instrumenten. Geschmeidige Körper wiegen
sich im Mondlicht…usw usf.". Ebenfalls sehr überzeugend: Das bluesige
„Broken Hearts for you and me". Richtig Spaß macht jedoch der
vorherrschende, herrlich sinnfreie, Blödsinn wie in „Los Paul, du musst
ihm voll in die Eier haun". Tja Tote Hosen, ich bin der Meinung Trio
sind die subversivste und kultigste Deutsche Punk-Band, auch wenn sie
leider nicht mehr praktizieren. Man könnte meinen, Harald Schmidt hörte
vor seinen nächtlichen Shows immer diese CD an um in Stimmung zu kommen.
Anspieltipps: Energie, Los Paul, Kummer, Broken hearts for you and me
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