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Lesestoff: 44 Platten die man haben muss |
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Dienstag, 12 Oktober 2004 |
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7. Frankie Goes To Hollywood „Welcome to the pleasuredome"
Stil: Bombast-Pop
Holly
Johnson und Co. waren das perfekte Ausgangsmaterial für den genialen
Produzenten Trevor Horn, der mit Frankie goes to Hollywood eine
perfekte Spielwiese für seinen Soundtüfteleien gefunden hat. Die
selbstverliebte und vielleicht deswegen so perfekte Produktion macht
selbst aus kitschigen und eher banalen Songvorlagen wie „Power of Love"
musikalische Großereignisse. Auch die neun Minuten lange
Anti-Kriegs-Hymne „Two Tribes" und erst recht das fast viertelstündige
Titelstück „Welcome to the Pleasuredome" erzwingen meditativ die
Aufmerksamkeit des Zuhörers. Und zur Freude aller Lauthörer und
Bassfetischisten ist die Produktion mit den geschickt gesetzten
Delayeffekten richtig fett geraten – ganz so, als wären Herr Horn und
Boris Blank von Yello seelenverwand. Unvergessen auch das losrockende
„Relax" und die geniale Coverversion von „War". Zu schade ist
allerdings, dass es keine Zusammenstellungen der legendären
Maxi-Versionen und insbesondere den oft genialen Bonustracks und Remixe
auf deren B-Seiten gibt. Denn „Welcome to the Pleasuredome" vermittelt
leider nur einen oberflächlichen Eindruck des ungeheuren Potentials der
größten Pop-Band der 80er.
Anspieltipps: Two tribes, War, Power of love
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