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Overkill Live

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Overkill Live
CD-Kritik: mnemonic "konstruktive Vergangenheitsbewältigung" PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 08 Februar 2005
ImageSebastian Schulz und Michael Belletz, der anno '94 gegründeten deutschen Band mnemonic, haben mit ihrem neuen Longplayer ein schaurig-schönes Werk kreiert. Die beiden bezeichnen ihr Schaffen als Mischung aus Front Line Assembly und modernen Ambient Sounds. Die Scheibe selbst zeichnet sich durch dicke Beats, knarzende Synthies und viele Rythmuspatterns aus. Das Ganze eingebettet in düstere Klangteppiche. Immer wieder kommt auch archaisch-analoges Plattenknistern zum Einsatz, was den Songs einen netten Retrotouch verleit. Die Rythmuspatterns sind eine helle Freude für jeden Elektrofan. Sie sind alle wunderbar zum Songtempo synchronisiert und brechen so nie aus dem Groovegefüge aus. Die Bassdrum drückt ordentlich und macht aus den schönen Liedern sehr gut tanzbare Stücke. Die Texte sind teils auf deutsch und teils auf englisch. Nett: In dem Remix von "A Day On My Own" kommt eine exzellente Frauenstimme zum Einsatz - eine angenehme Abwechslung unter den sonst nur männlich intonierten Stücken. Ein Kritikpunkt: Der Gesang ist etwas zu stark verhallt, was ihn manchmal etwas matschig und eintönig macht. Das tut der CD insgesamt allerdings keinen argen Abbruch da sie so oder so von den verwendeten Sounds lebt. Ein nettes Gimmick: Einige Stimmsamples aus bekannten Filmen kommen zum Einsatz. So kann man im Song "Chapter5" die Synchronstimme von Keanu Reeves hören - und wie wir vermuten passend gesampelt aus dem Film Johnny Mnemonic.
Teilweise erinnern die verwendeten Sounds und die Rhythmik an Platten von de/vision, die Songs sind allerdings um einiges frischer und experimenteller. Einen Punkt Abzug gibt's für die manchmal etwas eintönigen Vocals, aber ansonsten: anchecken!

Bewertung: Image



Zum reinhören gibt's Song 2 [mother] und 19 [a day on my own rmx]
mother (ca. 1,5MB)
a day on my own (ca. 1,5MB)
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